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Eine Reise mit ungewissem Ziel

Kurt Hofmann

Das Festival in Locarno in seinem 70.Jahr

17.08.2017

Was das Festival in Locarno ausmacht: Der Charme des Unberechenbaren. Dass Erwartungen nicht erfüllt werden (müssen). Und dass das anderswo stets aufgestellte Zelt der Eitelkeiten mit seinen schlagzeilenträchtigen Attraktionen hier nicht sichtbar ist…

Das siebzigste Jahr ragte im Vergleich nicht heraus. Entdeckenswertes abseits der Klischees gab es dennoch zu sehen.

Steve Landry ist nicht mehr jung und war nie erfolgreich. Obwohl er im Ring regelmäßig verprügelt wird und „bald“ mit dem Boxen aufhören will (so erzählt er es zumindest seiner Frau), kann er einem überraschenden Angebot nicht widerstehen: weil er gegen den Kontrahenten von Tarek M’Bareck, einem Champion, schon einen Kampf abgeliefert (und naturgemäß verloren hat… ), will Tareks Manager Steves Erfahrungen für seinen Schützling nützen und engagiert diesen als Sparringpartner. Das ist nicht zuletzt eine zusätzliche Einnahmequelle für Steve, der, mangels Siegprämien, zwei zusätzliche Jobs angenommen hat, um seine Familie zu ernähren, vor allem aber, seiner halbwüchsigen Tochter etwas „bieten“ zu können. Als Tarek ein öffentliches Sparring vor seinem Kampf angesetzt hat, will Steve unter allen Umständen vermeiden, dass seine Tochter ihn sieht. Doch sie kommt, und erlebt, wie Tarek ihn im Ring der „Show“ willen demütigt, und hört, wie das Publikum Steve, den unbedarften Boxer, ihren Vater verhöhnt…

„Sparring“ (Frankreich 2017; Regie: Samuel Jouy; Piazza Grande) zeigt einen Mann Anfang der vierzig, der wider alle Vernunft nicht aufhört mit dem, worin er nicht gut ist. Weshalb er trotzdem weiter in den Ring steigt? „Weil ich es gerne mache!“ lautet sein überraschendes Geständnis. Sich mit anderen zu messen, ungeachtet der möglichen Folgen, ist sein Antrieb. Das mag töricht sein, aber Sehnsucht geht nicht immer mit Begabung einher… Den Vater jedoch, der seine Tochter liebt, schmerzt es, „entblößt“ vor ihr dazustehen, aber diese und seine Frau reagieren ganz anders, als er erwartet… Samuel Jouy hat mit Mathieu Kassovitz einen idealen Protagonisten für sein vielschichtiges Porträt eines Verlierers gefunden. „Sparring“ ist ein Genrefilm über einen, der sich nicht auszählen lässt, und reflektiert, was (mit) ihm geschieht, wie er seine Lehren zieht, ohne sich belehren zu lassen.

Dass Steve noch Optionen für sein Leben sieht (und hat), bleibt in „Sparring“, nicht zuletzt dank des differenzierten und nie larmoyanten Spiels von Kassovitz, glaubhaft und nachvollziehbar.

In the middle of the desert: Wenn Lucky morgens aufsteht, turnt er. Das ist gesund und hält fit. Danach begibt er sich in das Lokal, das er täglich aufsucht, mustert die Gäste, die er alle kennt, setzt sich an die Bar und beginnt zu rauchen. Das ist zwar nicht gesund und seit kurzem auch in seinem Stammlokal verboten, doch Lucky lässt sich dadurch allenfalls kurzfristig irritieren. Ein jeder in der Runde der Männer in gesetztem Alter hat sein Gesprächsrepertoire, Varianten werden ebenso registriert wie Neuankömmlinge, welche (selten genug) das Lokal betreten. Einen aufdringlichen Versicherungsvertreter, der ausgerechnet hier, weit im Südwesten, mitten im sandigen Nichts, Abschlüsse erschleichen will, möchte Lucky gleich vor die Tür zitieren, zum Duell, wovon ihm aus der Runde heftig abgeraten wird… Lucky war immer schon da und ist nicht wegzudenken aus dem Ort, doch eines Tages fällt er hin, wie ein Baum, der immer schon da war und plötzlich aus dem Blick verschwindet. Lucky geht zum Arzt, fragt diesen, ob er krank sei. Nicht im geringsten, lautet die Antwort, bloß alt… Und mit dem Rauchen solle er nicht aufhören, meint der gute Doc, denn Luckys Lunge würde die plötzliche Veränderung nicht verstehen… So einer wie Lucky öffnet danach die nächste Packung Zigaretten, bläst die Wölkchen vor sich hin, fest davon überzeugt, dass „danach“ ohnehin nichts kommt und die schon lange andauernde Gegenwart noch ein wenig anhält… „Lucky“ (USA 2017; Regie: John Carroll Lynch; Concorso Internazionale/Wettbewerb) war der klare Favorit auf den „Goldenen Leoparden“ und erhielt schlussendlich gerade eben den Preis der „Ökumenischen Jury“ (der überzeugte Atheist Lucky hätte das für einen guten Witz gehalten… ). John Carroll Lynch, der als Schauspieler mit Scorsese und den Coens arbeitete und einem kinoabholden Publikum aus der Reihe „The Walking Dead“ bekannt sein könnte, ist, man muss es wohl betonen, nicht mit David Lynch verwandt (obwohl der in „Lucky“ mitspielt, ein Teil der exquisiten Altherrenrunde ist … ), sein Film wirkt auch eher wie ein bislang unbekanntes Werk von Jim Jarmusch, doch das tut der Qualität seines Regiedebuts keinen Abbruch. Die stoische Gelassenheit, mit welcher der über Neunzigjährige Harry Dean Stanton als „Lucky“ seine Runden zieht, die traumwandlerische Sicherheit, mit der er und seine Mitverschworenen ihre Pointen setzen, ist einem Konzept geschuldet, das ein (US-)Amerika abseits von Hysterie und Imponiergehabe zeigt. Beim täglichen „Wuchtelabtausch“ an der Bar von Luckys Stammlokal gibt es auch keine „Fake News“, denn hier ist alles echt und Neuigkeiten sind ohnedies verpönt…

Wie wird ein Mensch zum Hund: Jacques Blanchot ist einer, der stets nachgibt. Er nimmt es hin, dass seine scheidungswillige Frau ihn unter einem lächerlichen Vorwand aus dem Haus verjagt und später abzockt. Seinem Chef, der ihm unvermittelt kündigt, widerspricht er nicht und verzichtet sogar zu Gunsten der maroden Firma auf eine Abfertigung. Seinem geliebten Sohn, der ihm das Handy gestohlen hat, will Jacques einen Hund kaufen, um die Verbindung nach der Scheidung nicht vollends zu verlieren. Aber das Hündchen wird, kaum gekauft, von einem Bus überfahren... Nur mit der Leine ausgerüstet, erscheint Jacques zum Hundetraining, denn schließlich hat er dafür bezahlt. Doch ein Zusehen akzeptiert der Hundetrainer nicht: Jacques muss als "Vorzeigehund" alle Übungen absolvieren...Und: es kommt noch schlimmer für Jacques...

„Chien“ (F/Bel. 2017; R: Samuel Benchetrit) beginnt die Geschichte eines Anpassers komödiantisch, um anschließend in allen Konsequenzen vorzuführen, wie einer, der immer wieder gedemütigt wird, sich in einen Hund verwandelt. Das Lachen bleibt einem/r hier zusehens im Halse stecken. Auf der Piazza wohl als "Dorn im Fleische" gezeigt, wäre "Chien" auch als Wettbewerbsbeitrag ohne weiteres vorstellbar gewesen.

Long time ago: Im Jahr 1946 wird der Afroamerikaner Bill Spann von einem Südstaaten-Rassisten auf offener Straße erschossen. Obwohl der Täter bekannt ist, zieht man ihn nicht zur Verantwortung. Weshalb interessiert sich der Filmregisseur Travis Wilkerson für diesen alten Fall? Zum einen, weil insbesondere im Süden der USA ein merkwürdiges Desinteresse an Fällen dieser Art besteht, zum andern aber, und zuvorderst, weil der Mörder sein Urgroßvater war...

„Did You Wonder Who Fired The Gun?“ (USA 2017; R: Travis Wilkerson; Concorso internazionale/Wettbewerb) tritt eine Reise in die Vergangenheit an, um in der Gegenwart auf eine Mauer des Schweigens zu stoßen. Eine Tante Wilkersons, die sich in einer militanten Rassistenorganisation engagiert, schickt diesem einen Brief voller Unverständnis für sein Anliegen und entschuldigt den Täter, andere, Anrainer wie Verwandte, wollen mit „derlei“ nicht behelligt werden.. Aber Wilkerson lässt sich nicht beirren. Das Schwarzweiß seines Filmes wird bisweilen rot eingefärbt, rot wie Blut, die Blutlinie... Wer mehr über den gewaltsamen Tod von Afroamerikanern in den USA erfahren möchte, muss nicht in den Archiven wühlen, sondern bloß die aktuellen Medien bemühen, ist doch, frei nach Faulkner, das Vergangene nicht tot, sondern nicht einmal vergangen... Travis Wilkerson legt in „Did You Wonder Who Fired The Gun?“ Schicht für Schicht eines übertünchten Gedächtnisses frei und begnügt sich nicht mit der Erinnerung aus einer gesicherten Distanz.

Schicht für Schicht abtragen: So verfährt auch Peter Weiss in seiner autobiographischen Erzählung „Abschied von den Eltern“. Wie einer, der seine Kindheit und Jugend in den Zwanziger und Dreißiger-Jahren des 20.Jahrhunderts verbringt, mit seinen künstlerischen Ambitionen bei den Eltern auf Unverständnis stößt, sich absentiert... Um dann, in Form der erzwungenen Flucht vor den Nazis, ins Elternhaus zurückgetrieben zu werden, wo die Mutter die zurückgelassenen Bilder des Sohnes verbrannt hat, zwecks Verdeutlichung seiner Lage... Eine mühsame Ablösung aus dem elterlichen Kokon ist das, jeder Auflehnung erfolgt eine (erzwungene) Anpassung, jeder Wiedereingliederung in die elterliche Ordnung der neuerliche Ausbruchsversuch. Eine Erzählung über die Notwendigkeit von Ablösung, trotz schier unüberwindlicher politischer, ökonomischer und „privater“ Hindernisse.

Was Astrid Johanna Ofner in „Abschied von den Eltern“ (Ö 2017; Concorso Cineasti del Presente) daraus macht, gebrochen durch eine gegenwärtige Sicht auf die Orte des Geschehens und einen Schauspieler, der das „Darstellerische“ vermeidet, ist erneut ein Abtragen von Schichten: Wie der Notwendigkeit der geschichtlichen Genauigkeit jene über das Aufwachsen in einer feindseligen Gesellschaft, gestern wie heute, folgt. Und weshalb das sich Abwenden eine (lebens)notwendige Tugend ist...

„Wir waren vom Verständnis unserer Umgebung abgeschnitten (… ) Wir konnten nichts verstehen, weil wir zu weit voraus waren, und wir vermochten uns an nichts zu entsinnen, weil wir in der Nacht frühester Zeitalter reisten, jener Zeitalter, die dahingegangen sind – kaum eine Spur hinterlassend und keinerlei Erinnerung.“

(Joseph Conrad/Herz der Finsternis)

Magloire ist auf der Flucht und findet sich auf einem Schiff wieder, unversehens und ohne zu wissen, wie er dahin gelangt ist. Die Crew schmiedet böse Pläne, soviel steht fest, doch bald schon ist fraglich, ob Magloire noch Geisel oder schon Komplize ist… Das Ziel der Unternehmung ist eine Insel namens Nowhereland, einerseits „The Empire of Evilness“, andererseits reiche Schätze versprechend. Die Kontaktperson auf der Insel ist ein gewisser Kurtz, ja, so wie der aus „Heart of Darkness“, und wieder ist es eine Reise ins Nichts, zum Nowhereland eben, welche die Betrachter in „9 Doigts“ (9 Fingers; Frankreich/Portugal; Regie: F.J.Ossang; Concorso internazionale/Wettbewerb) erwartet. Die Interessenslage auf dem Schiff ist nicht zu durchschauen, Intrigen sind an der Tagesordnung, aber man ist ja auch auf dem Weg zu einem „Island, where emotions are frozen“…

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Magloire auf einem Geisterschiff befindet, das wie jenes des „Fliegenden Holländers“ ewig auf den Meeren kreist, besteht, zumal eine ebenso schöne wie geheimnisvolle Frau auf dem Schiff erst ermordet wird, um sich dann, höchst lebendig, wieder einer Intrige zu widmen…

„All my fucking friends are fucking dead!“ heisst es im Nachspann-Song von „9 Doigts“ und das ist nicht zu viel versprochen… Wer bei „9 Doigts“ auf der Suche nach Sinn und Ziel war, befand sich im falschen Film (dementsprechend fielen auch manche Kritiken aus, die „9 Doigts“ als kunstgewerbliches Ablenkungsmanöver, als artifizielles Muster ohne Wert bezeichneten), ging doch die Reise ins „Nowhereland“ und war doch „9 Doigts“ ein souverän-ironisches Vexierspiel mit Genremustern, das sich nicht scheute, Comicelemente mit einzubauen. Auch Joseph Conrad gibt sich mit „Heart of Darkness“ in F.J.Ossangs Film als Querverbinder zitatenweise die Ehre, doch anders als bei Coppola in „Apocalypse Now“ nicht, um damit eine konkrete Spur (ins Gegenwärtige) zu legen, sondern, um diese auch gelegentlich wieder zu verwischen, obgleich sich „Kurtz“ als bedrohliche Chiffre in den Dialogen der Schiffscrew beständig hält… „9 Doigts“ war, was dem Festival in diesem Jahrgang sonst fehlte, ein assoziatives Spiel mit Erwartungen, die nicht erfüllt werden. Manchen erschien das „verrückt“, doch Nowhereland ist ja auch, worauf durchaus hingewiesen wird, „The Empire of Madness“…

Ein Deal in einer großen Schweizer Bank. Da ist ein distinguierter Herr aus Russland, der einen Wunsch äußert: Er möchte gern einen erheblichen Geldbetrag, dessen fragwürdige Herkunft evident ist, aber selbstverständlich nicht erwähnt wird, hier deponieren. Es erfolgt keine Nachfrage, nur die Details der schonenden Abwicklung... Ein Anruf bei einer alten Dame: Alice, die schon über ihren Job im Callcenter darüber Bescheid weiß, wie man Menschen im fortgeschrittenem Alter durch leere Versprechungen vertragsreif redet, erzählt dieser, sie sei ihre Enkelin und brauche dringend Geld. Der „Enkel-Trick“... Alice tappt beim nochmaligen Versuch in eine Falle der Ermittler, die durchschnittliche Betrügerin wird gefasst, der russische Magnat erfreut sich hingegen seiner neugeknüpften Verbindungen in der Alpenrepublik. Denn er zählt zu „Dene wos guet geit“(CH 2017; R: Cyril Schäublin; Concorso Cineasti del Presente), so wie andere, deren Transaktionen nach wie vor diskret behandelt werden und deren Kontostand beständig um die eine oder andere Null am Ende der angegebenen Zahl wächst in einer „Schweiz, über jeden Verdacht erhaben“(c/o Jean Ziegler). An jeder Ecke eine Kontrolle durch Ordnungsorgane eines um die Sicherheit seiner Bürger besorgten Staates, dessen Besorgnis gleichermaßen der Diskretion bei Geldgeschäften gilt: so zeigt Cyril Schäublin in „Dene wos guet geit“ die Schweiz und dockt mit seiner Methode der ironischen Verfremdung bei verwandten Projekten wie Hoesls „Win Win“ und Radlmaiers „Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes“ an, welche sich, ebenso wie er, damit auseinandersetzen, wie es ist, in der „besten aller Welten“ (Voltaire) zu leben und welche Ideologie diese vermittelt.

Ein Regisseur ist auf der Suche nach einem Produzenten, der sein nächstes Projekt finanziert, doch der, den er dafür auserkoren hat, ist auf der Suche nach Geld: In „Grandeur et decadence d'un petit commerce de cinema“, einem für das Fernsehen entstandenen (und jetzt wiederentdeckten) Film von Jean-Luc Godard (F/CH 1986; Fuori Concorso) wird, wie sonst bei Godard, das große Ganze, das Sterben des Kinos, verhandelt, dessen (einstiger) Aufstieg bloß eine Erinnerung und nun dessen notwendiger Fall. Der Regisseur (Jean-Pierre Leaud) wird über die Screentests, die er „vorbereitend“ veranstaltet, nicht mehr hinauskommen, und der Produzent (Jean-Pierre Mocky) antwortet seiner Sekretärin, die sich darüber mokiert, dass er Gelder für sich abzweigt, ob ihr denn nicht geläufig sei, dass der Begriff „Sekretär“ sich von „secret“(geheim) ableite... Bei aller Ironie porträtiert Godard aber zwei, welche, über ihr Scheitern wissend, nicht anders können als sich immer wieder am „besser Scheitern“ (Beckett) zu versuchen...

Ein unverzichtbarer Teil des Kinos sind auch die Kinomomente, Sequenzen eines Films, die nachhaltig in Erinnerung bleiben. Hier einige aus diesem Jahrgang: Wenn Clara, ein Kindermädchen, das für die wohlhabende Ana, in „A Boas Maneiras“ (Wb) zur Gefährtin geworden ist, feststellt, dass Ana nicht nur eine Schlafwandlerin, sondern auch eine Vampirin ist, dieser tags darauf ein paar Tropfen eigenen Blutes ins Essen mischt, um von Ana für dessen hervorragende Qualität gelobt zu werden… Wenn der fünfjährige Nikos, von seinen Freunden gehänselt, weil er als einziger einen von den stylischen Ranzen, den alle Kinder in der Gruppe haben, nicht besitzt, seinen Vater, der ihn zur Konsumkritik erziehen will, in „Kapitalistis“ (Pardi di domani) mit einem schlauen Ablenkungsmanöver, die „korrekten“ Argumente verwendend, auf seinen Bescherungswunsch vorbereitet: “Der Weihnachtsmann ist ein Kapitalist. Er bringt den reichen Kindern Spielzeuge und den armen Pullover“. Oder schließlich, wenn in Eric Rohmers Meisterwerk „Le signe du lion“ (Im Zeichen des Löwen; Histoire(s) du cinema) Pierre Wesselrin, der vermeint, sein Erbe verloren zu haben und mittellos zu sein, gemeinsam mit einem Clochard auf den Strassen von Paris „auftritt“, sein stets nur behauptetes Künstlertum in eine verzweifelte Wahrheit verwandelnd, sich dabei zwischen „Erscheinungsbild und Wesen“ bewegend, welches Pole, „zwischen denen das Spannungsfeld dieses Films sich aufbaut“ (Frieda Grafe) sind…