Bücher
Helmut Dahmer: Divergenzen - Holocaust, Psychoanalyse, Utopia
Helmut Dahmer veröffentlichte eine Sammlung von teils veröffentlichten teils unveröffentlichten Texten. Der Autor: "Wenn „Divergenzen“ Abweichungen vom Common sense sind, vom Common sense recht verschiedener Gruppen und Cliquen, dann ist dies Buch so etwas wie eine Dokumentation bestimmter solcher „Abweichungen“ und der Versuche, sie zu begründen." In einer Selbstdarstellung des Autors zu seinem Buch präzisiert er, worum es ihm bei der Publikation geht...
Winfried Wolf: Sieben Krisen - ein Crash
Wie kaum ein anderer Autor verfolgt Winfried Wolf das Thema einer möglichen Weltwirtschaftskrise seit zwei Jahrzehnten. Sein Ansatz, die aktuelle Krise zu erklären, ist breit angelegt; damit unterscheidet er sich von den bisher vorgetragenen wesentlich. Winfried Wolf ortet sieben Krisen, die sich zu einer großen historischen Krise bündeln und in einen kapitalen Crash münden.
„Ah! Wie schön ist das! Das ist die Revolution!“ - Ernest Mandel, Rebell zwischen Traum und Tat
„Ah! Wie schön ist das! Das ist die Revolution!“, soll er euphorisch ausgerufen haben, als im Pariser Quartier Latin im Mai 1968 die Barrikaden brannten. Ernest Mandel (1923-1995), dem dieser Freudenschrei in den Mund gelegt wird, war zu diesem Zeitpunkt bereits ein langjähriger Berufsrevolutionär im Dienste der trotzkistischen Vierten Internationale. Seine einschlägige „Ausbildung“ hatte der flämische Internationalist mit jüdischen Wurzeln als Jugendlicher mit Untergrundarbeit gegen die deutschen Besatzer in Belgien begonnen.
Stefanie Hürtgen: Transnationales Co-Management
Die Studie zeigt deutlich, wie weit entfernt die Mehrheit der "Euro-Betriebsräte" vom Internationalisieren der Gewerkschaftskämpfe ist und statt dessen nationalstaatliches Lobbying betreiben.
Stieg Larssons verschwundenes Testament
Die besten Krimis schreibt das Leben. Vier Jahre nach dem Tod von Stieg Larsson (2004), dessen Krimis posthum die Bestsellerlisten stürmen, berichtete das schwedische Fernsehen über ein bislang unbekanntes Testament aus dem Jahre 1977. In ihm vererbt Stieg Larsson all sein „Vermögen in reinem Geld” der Ortsgruppe Umeå der schwedischen Sektion der 4. Internationale.
Tom Segev: Die ersten Israelis
Tom Segev ist der prominenteste der israelischen "neuen Historiker", die den Mythen der offiziellen zionistischen Geschichtsschreibung harte Fakten und kritische Reflexionen gegenüberstellen.
Enzo Traverso: Im Bann der Gewalt. Der europäische Bürgerkrieg 1914–1945
Traversos neues Buch ist eine äußerst kenntnisreiche und beeindruckende Analyse der Barbarei in der Zivilisation, die zeigt, welches Ausmaß an menschlichem Leid und Zerstörung das Überleben des Kapitalismus aufgrund der Niederlagen der Gegenkräfte angenommen hat.
Gilbert Achcar / Michael Warschawski: Der 33-Tage-Krieg - Israels Krieg gegen den Libanon
Im Laufe der Jahre ist der Libanon zu einem Vietnam Israels geworden: Der letzte Krieg führte zu den schwersten politischen Erschütterungen in Israel seit dem Yom-Kippur-Krieg im Jahre 1973. Dieses Buch erläutert die Ursachen und Folgen des letzten Krieges im Nahen Osten. Die Autoren beschreiben die breite Basis der Hisbollah unter den Schiiten im Libanon, aber auch die Beziehungen der Organisation zu anderen religiösen Verbindungen und einflussreichen politischen Institutionen. Sie analysieren die Rolle Syriens, des Irans und der Hamas in der Region sowie die Politik der USA und Europas.
Ilan Pappe: Die ethnische Säuberung Palästinas
"Die ethnische Säuberung Palästinas" ist vermutlich das Werk, das seinem Ruf in Israel den schwersten Schlag versetzt hat. Bereits in den 80er Jahren waren Ilan Pappe und andere israelische Historiker angeeckt, als sie zeigten, "wie falsch und absurd die israelische Behauptung war, die PalästinenserInnen hätten das Land ‘aus freien Stücken‘ verlassen". Doch Pappe ließ vor allem ein Tabu keine Ruhe, das er und seine Historikerkollegen bisher nicht angerührt hatten: die massiven ethnischen Säuberungen, die mit der Staatsgründung Israels einhergingen.
Werner Biermann / Arno Klönne: Eine Kriminalgeschichte des Kapitalismus
Der Soziologe Werner Biermann und sein Kollege Arno Klönne, emeritierter Soziologieprofessor und junggebliebener Altlinker haben unter dem Titel „Kapital-Verbrechen” eine Kriminalgeschichte des Kapitalismus geschrieben, die spannender als mancher Kriminalroman ist. Sie schildern die Geschichte des Kapitalismus als ein Szenario, das im wesentlichen durch alle Formen der Gewalt wie Krieg, Sklaverei, Mord und Unterdrückung geprägt ist.
Thomas Schmidinger/Dunja Larise (Hrsg.): Zwischen Gottesstaat und Demokratie
Das vorliegende Handbuch versucht, die muslimischen MitbürgerInnen als genauso vielfältig, widersprüchlich und in sich gespalten wahrzunehmen wie die Mehrheitsgesellschaft auch. Den AutorInnen geht es dabei sowohl um eine sachliche als auch eine kritische Herangehensweise, die Gruppierungen, welche tatsächlich Politisierung des Islam bzw. Islamisierung der Politik betreiben, nicht an Hand von Verdächtigungen kategorisiert, sondern ihre eigenen Veröffentlichungen und Aktvitäten ernst nimmt.
Raoul Vaneigem: Handbuch der Lebenskunst für die jungen Generationen
In seiner Einleitung zur deutschen Ausgabe von der noch im Selbstverlag der Übersetzer erschienen Ausgabe von 1972 schrieb der Verfasser, einer der einflussreichsten Theoretiker der anarchistischen Situationistischen Internationale: „Der Kampf des Subjektiven und der Kräfte, die es korrumpieren, erweitert künftig die Grenzen des alten Klassenkampfes“.
Gerald Steinacher: Nazis auf der Flucht
Wie Nazi-Kriegsverbrecher über Italien nach Übersee entkamen.
Achcar Gilbert/Warschawski Michael: Der 33-Tage-Krieg
Israels Krieg gegen die Hispollah im Libanon und seine Folgen
Das gestrige Morgen rekonstruieren, um das morgige Gestern zu verhindern
„Die Re-Konstruktion einer kommunistischen Begierde führt uns in die Geschichte des Kommunismus und bürstet sie gegen den Strich“ – verspricht der Klappentext zu Bini Adamczaks Buch „Gestern Morgen“.
Die mächtigste Privatarmee der Welt
Im September 2007 töten Blackwater-"Mitarbeiter" 17 irakische ZivilistInnen. Der Österreicher Bert Nussbaumer war ebenfalls "Mitarbeiter der US-Sicherheitsfirma" Blackwater: Krieg als Söldnerkrieg: Jeremy Scahill untersucht in seinem Buch die Machenschaften Blackwaters und erzählt von der Privatisierung des Krieges.
Lateinamerika im Aufbruch
Lateinamerika befindet sich in einem umfassenden politischen Wandel. In vielen Ländern des Subkontinents sind nach einer langen Phase neoliberaler Hegemonie und US-amerikanischer Dominanz in den letzten Jahren Regierungen gewählt worden, die eine linke Politik zumindest proklamieren und die ihre Wurzeln nicht im traditionellen Parteienspektrum, sondern in sozialen Bewegungen haben.
Rossana Rossanda: Die Tochter des 20. Jahrhunderts
"Dies ist kein Geschichtsbuch. Es ist das, was in meinem Gedächtnis auftaucht, wenn ich den zweifelnden Blick der Menschen um mich herum auffange: Warum bist du Kommunistin gewesen? Warum sagst du, du bist es noch? Was meinst du damit?" So beginnt die Lebensgeschichte von Rossana Rossanda, die 1943 in die italienische KP (PCI) eingetreten ist.
Kleine Geschichte des Neoliberalismus
Seit gut 30 Jahren stellt der Neoliberalismus weltweit das herrschende Theoriegebäude dar; Theorie und Praxis der Politik folgen in weiten Teilen seinen theoretischen Maximen. Die Autoren versuchen, Struktur und Geschichte, Ideologie und Politik der letzten Jahrzehnte kritisch zu sichten und mögliche Ansatzpunkte für politische Alternativen zu finden. Besonders interessant ist die Darstellung der chinesischen Wirtschaftsentwicklung.
Vergangenheit die nicht vergeht: Was war die Sowjetunion?
Marcel van der Linden dokumentiert die trotzkistische Diskussion über den Charakter der Sowjetunion: Marcel van der Linden (Hg.): Was war die Sowjetunion? Kritische Texte zum real existierenden Sozialismus
Christoph Twickel: Hugo Chávez — Eine Biographie
Christoph Twickel hat die erste deutschsprachige Biografie über Hugo Chávez vorgelegt. In seinem Buch porträtiert er den ersten Mestizen unter den lateinamerikanischen Staatschefs mit all seinen Facetten — seine risikoreiche politische Aufbauarbeit in jungen Jahren, sein populistisches Auftreten, aber auch seine Überzeugungen und Taten für die Armen in Venezuela.
Ödipaler marxistischer Gemüseporno
Zu Robert Menasses "Don Juan de la Mancha"
Buchpräsentation: Wien, Mai 68. Eine heiße Viertelstunde?
...am 30. Jänner 2008, um 19:30 Uhr Wienbibliothek im Rathaus, Eingang Lichtenfelsgasse, Stiege 4 (Lift), 1. Stock, 1010 Wien. Der Autor Fritz Keller liest, 9ndlinger & die geringfügig Beschäftigten spielen.
Vademekum für Widerständische: Miachael Amons "Nach dem Wohlstand – Politik jenseits der Menschen"
Controlling * Demographischen Entwicklung* Deregulierung * Drei-Säulen-Modell * Evaluierung * Freihandel * freier Kapitalverkehr * Globalisierung * Hedge-Fonds * Ich-Aktie * Modernisierung * Nulldefizit * Ökonomisierung * Pensionssicherung* Privatisierung * Vollbeschäftigung * … Soweit einige Floskeln aus dem Glaubensbekenntnis aller Neoliberalen.
Saadat Hassan Manto: Schwarze Notizen
In den "Schwarzen Notizen" stellt der Schriftsteller und Journalist Saadat Hassan Manto das Grauen der Massaker im Indien-Pakistan-Konflikt nicht nur dar, er versucht es auch zu verarbeiten, u.a. mit bissigem, verzweifeltem Humor, der immer auf die Täter zielt und die Würde der Opfer wahrt. Er hält Distanz, schlägt sich weder auf die Seite der Muslime, noch auf die der Hindus.
Trotzkisten gegen Hitler
Entgegen der landläufigen Meinung, die „Trotzkisten“ unter „sektiererische Kleingruppen“ einordnet, gab es vor Hitlers Machtergreifung mindestens sechs Organisationen und Fraktionen in- und außerhalb der KPD.
Sozialistisches Strandgut: Leo Kofler – Leben und Werk
Christoph Jünkes spannendes Buch über den "marxistischen Einzelgänger" Leo Kofler kommt gerade zum richtigen Zeitpunkt: Koflers Geburtstag jährt sich heuer zum 100. Mal.
Zeitschriften: "Widerspruch" sucht nach Alternativen
Das schweizer Zeitschriftenprojekt "Widerspruch" gibt seit 1981 jährlich zwei Themenhefte mit Beiträgen aus dem kritischen Wissenschafts- und Kulturbereich, aus Linksparteien und Gewerkschaften, aus Ökologie-, Friedens- und Frauenbewegungen heraus. Die neue Ausgabe, das Jubiläumsheft zu 25 Jahren Widerspruch*, versteht sich als Antwort auf die Leitparole neoliberaler Politik "There is no alternative" (Margret Thatcher).
Eine Brücke zwischen den Welten – Tariq Ali über seine Islam-Romane
"Die Geschichte der Entwicklung der islamischen Zivilisation ist eine der Adaption und der Vermischung. Der Islam hat die nichtislamische Welt beeinflusst oder wurde von dieser beeinflusst." In seinen vier Romanen über die muslimische Welt und Europa zweifelt Tariq Ali an dem Mythos, dass der Islam mit dem Westen unvereinbar sei. Hierüber sprach er mit Talat Ahmed.
Buch: Lateinamerika im Aufbruch
Nach der hemmungslosen Woge des Neoliberalismus und den oft mit ihm verbundenen politischen Verwerfungen (man/ frau denke nur an Fujimori in Peru oder Color de Mello in Brasilien) hat ein Gegentrend eingesetzt: Generell gesprochen bewegt sich Lateinamerika nach links.
"linke"-AutorInnen empfehlen Bücher
40 Jahre israelische Besatzung
Bücher zur ungarischen Revolution
Buchpräsentation: Neoliberalismus und Rechtsextremismus in Europa
Bücher: Beiträge zur Marx-Engels-Forschung
Krimis: Aus dem Osten viel Neues
"Guter Moslem, böser Moslem" - Amerika und die Wurzeln des Terrors
Robert O. Paxton: Anatomie des Faschismus.
Dschingis Khan und der Telegraph
Buch: Sozialismus oder Barbarei!
Helmut Dahmer (Hg.): Leo Trotzki: Sozialismus oder Barbarei! Eine Auswahl aus seinen Schriften. Wien. Promedia-Verlag 2005, 175 Seiten, Euro 12,90
